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Kurzbeschreibung auf dem Buchrücken:
Der überwiegende Teil des Buches erzählt von meiner Kindheit, der Jugend und von meinem Erwachsenwerden in der ehemaligen DDR.
Dann kam „die Wende“, ich trennte mich von meinem despotischen Mann, und ich begann ein Leben in Freiheit – ohne Gemeinheiten und Lieblosigkeiten.
Leider begegnete ich dann mehreren, sehr verschiedenen Männern, mit denen ich auch kein Glück fand. Und wieder war da nur Traurigkeit und die Sehnsucht nach einer glücklichen Beziehung.
Es war wirklich nicht leicht für mich, eine Vergewaltigung, eine sexuelle Nötigung, einen Selbstmordversuch und zum Schluss – eine diagnostizierte Psychose zu überstehen und dabei keinen Schaden zu nehmen. Ich verbrachte einen Monat freiwillig in der Psychiatrie, um mir helfen zu lassen. Dabei wurde mir später von Gott gesagt, dass die "Psychose" lediglich eine Prüfung war, die ich als Heilerin durchleben musste. Ich war und bin nicht krank.
Am Ende des Buches kannst du einige Erlebnisse mit Engeln finden, dort beschreibe ich auch, wie ich zur Geistheilung kam, wie Gott zu mir sprach und du erfährst etwas über meine Arbeit als Geistheilerin.
Das ganze Buch umfasst die Zeit zwischen 1967 und 2010. Es ist eine, leicht esoterisch angehauchte, Autobiographie, das heißt, alles Geschriebene entspricht der Wahrheit. Dieses Buch wurde extra in großer Schrift verfasst, damit es auch Menschen mit einer Sehschwäche lesen können.
Diese Autobiographie wurde mit einem ironischen Zwinkerauge geschrieben. Es gibt viel zu lachen, aber auch viel, was einem zu Herzen geht.
Preis: 7,95 EUR
Seitenzahl: 92
ISBN 978-3-8423-2917-1
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Yasmina Herz - ein Leben zwischen Himmel und Hölle
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Leseprobe: |
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Ralf
Auf diese schmerzhafte Episode hätte ich auch liebend gerne verzichten können, aber das weiß man leider erst hinterher. Ich lernte ihn wo kennen? Logisch, in der Disko, wie immer. Es war nicht viel los, denn es war Mittwoch, und mittwochs war dort nie viel los. Ich hatte mich hingesetzt und trank eine „Grüne Wiese“. Dann wurde ich zum Tanzen aufgefordert, und ich ging mit. Er war nicht mein Typ, aber man kann ja tanzen. Danach wollte er mir einen Drink spendieren, aber ich lehnte dankend ab. Dann ging ich in die Bar und bestellte mir noch einen Drink. Da sah ich ihn: Ralf. Er war ein Kumpel von dem Typen, der mich zum Tanzen aufgefordert hatte. Er lächelte mich an mit einem zuckersüßen Grinsen. Ich glaube, wenn er keine Ohren gehabt hätte, hätte er im Kreis gegrinst. Ich lächelte zurück und dann gingen wir tanzen. Er hatte einen Anzug an. Das sah einfach super aus. Die beiden brachten mich noch nach Hause, dann sagte er, dass er verheiratet sei. Auch das noch! Die Sache war für mich erledigt, aber er sagte, dass seine Frau schon ewig nicht mehr mit ihm geschlafen hätte. Kann ja jeder sagen. Ich sagte: „Vergiss es, in eine Ehe mische ich mich nicht ein!“ Da nahm er mich in seine Arme und küsste mich sehr stürmisch, dass mir die Luft wegblieb.
Ich sagte: „Gut, wir sehen uns am nächsten Wochenende!“ Da fiel mir plötzlich ein, dass ich Besuch erwartete. Ich hatte über eine Annonce einen sehr netten Mann aus Peine kennengelernt, der mit mir samstags in die Disko gehen wollte. Er war vorher schon einmal bei mir, und es war wunderbar. Wir saßen in einem Biergarten, tranken Wein, und wir unterhielten uns prächtig. Nun sollte er kommen und im Wohnzimmer schlafen, während ich zum Übernachten zu Sabrina ins Kinderzimmer zog. Er war bereits unterwegs, und ich wusste nicht, wie ich ihm das am schonendsten beibringen kann, dass ich mich in einen anderen verliebt hatte. Er verspätete sich, weil er im Stau stand. Dann saß er mir gegenüber und ich sagte, dass es mir sehr unangenehm sei, aber ich könnte mit ihm nicht weggehen, weil ich mich verliebt hätte. Ich sah ihm die Enttäuschung an und bot ihm an, dass er nach der langen Fahrt trotzdem bei mir übernachten könnte. Aber er zog es dann vor, gleich zurück nach Hause zu fahren. Als ich das hinter mich gebracht hatte, war Ralf sehr froh, denn er stand den ganzen Tag mit seinem Auto versteckt, weil er eifersüchtig war. Er wollte wohl genau sehen, dass er wieder nach Peine fuhr. Das mit seiner Frau war wirklich eine Katastrophe. Er war sehr oft bei mir. Eines Tages standen die Eltern seiner Frau vor der Tür. Meine Mutter ging an die Tür.
Ralf war nicht da, aber sie wollten mit mir reden. Sie sagten zu meiner Mutter, dass ich diese wunderbare Ehe zerstören würde. Und ich rief von oben herunter, dass sie das selbst macht, wenn sie nicht mit ihm schläft. Dann sagte der Vater: „Unsere Tochter ist krank, und deshalb kann sie das nicht.“ Dann würde Ralf ja etwas davon wissen, oder? Das war doch nur eine billige Ausrede. Auf einmal beschimpfte er mich als Schlampe, die nur eins im Kopf habe. Das wurde selbst meiner Mutter zu viel und sie sagte: „Das brauchen wir uns nicht sagen zu lassen!“ Und sie machte die Tür zu. Ralf zog zu mir unter der Bedingung, dass wir uns eine eigene Wohnung suchen.
Weil Silke meine beste Freundin war, habe ich sie eingeladen, mit uns in die Disko zu gehen. Sie sollte im Kinderzimmer bei Sabrina schlafen. Es war anfangs auch sehr lustig und nett, bis die beiden immer intensiver miteinander flirteten. Dann haben sie sich geküsst, ziemlich intensiv, was man so sah, und ich wollte nur noch nach Hause. Ich war todunglücklich, und er gab mir den Schlüssel nicht. Ich ging trotzdem, und die beiden riefen mir noch hinterher: „Ein Küsschen in Ehren kann niemand verwehren ...“ Ich kam nach Hause.
Jackie – unsere Riesenschnauzer-Hündin – bellte, und ich setzte mich auf eine Treppenstufe draußen vor der Tür, weil ich so spät niemanden mehr aus dem Bett holen wollte. Und ich weinte fürchterlich. Auf einmal ging die Tür auf, und Vati stand da. Ich dachte nur, dann wird er wohl gleich losschimpfen. Aber er streichelte mir nur liebevoll über meine Haare und sagte: „Komm rein, Kleines!“ Ich ging sofort hinauf in meine Wohnung, aber schlafen konnte ich natürlich nicht. Mir ging nur immer durch den Kopf, was die zwei wohl gerade so treiben. Dann kamen sie. Es war nicht zu überhören, und sie regten sich total über mein Benehmen auf. Ich konnte es bis ins Zimmer nebenan hören.
Ich war total fertig mit den Nerven. Als es dann in der Küche ruhig wurde, bin ich rübergegangen, weil ich mit ihm reden wollte. Er sagte, dass er gehen würde, wenn ich mich nicht bei ihr entschuldigte. Ich habe erst einmal geschluckt und gedacht: ‚ICH soll mich bei IHR entschuldigen, weil SIE MEINEN Freund geküsst hat?’ Komische Logik, oder? Ich habe ihn sehr geliebt, und er hat es voll ausgenutzt. Weil ich große Angst hatte, ihn zu verlieren, ging ich leise ins Kinderzimmer, und ich habe mich bei ihr entschuldigt, wofür auch immer. Am nächsten Tag brachte ich sie zum Bus. Meine Mutter sagte: „Ich habe das kommen sehen. Sie ist neidisch!“ Da wusste sie mehr als ich! Als ich sie in der Schule wiedersah, sagte sie, dass sie mich beneidet, weil ich an jedem Finger zehn deutsche Männer haben könnte und sie immer nur Ausländer wollten. Dass sie so denkt, habe ich nicht gewusst, und ich konnte sie verstehen. Wir gingen einmal nach der Schule in die Marietta-Bar in Magdeburg, und sie traf dort einige Bekannte – Türken.
Wir tranken einen Kaffee und der eine, der sich die ganze Zeit mit mir unterhielt, sagte auf einmal: „Du bist so anders als Silke, so anständig und lieb.“ Ich wusste immer noch nicht, worauf er hinauswollte und fragte, warum. Er sagte: „Silke geht sofort mit jedem ins Bett, ist allgemein bekannt!“ Er wollte mich als Freundin und ich sagte, dass ich einen Freund hätte. Das fand er sehr schade. Als ich Ralf davon erzählte, dass wir Türken getroffen hatten, die Silke gut kennen, sagte er: „Die Ausländerschlampe soll dich nur in Ruhe lassen!“ Wie sich manche Meinungen so ändern im Laufe der Zeit. Die Knutscherei war noch nicht lange her! Auf einmal machte er sich über ihre X-Beine lustig. Dabei hatte sie die ja auch schon vorher! Aus Männern werde ich einfach nicht schlau! Dann sollten die besten Mitarbeiter seiner Versicherung belohnt werden, indem sie eine Reise nach Thailand geschenkt bekamen. Thailand, Sex-Tourismus, schoss es mir gleich durch den Kopf. Dahin würden mich keine zehn Pferde bekommen! Ich versuchte verzweifelt, ihn davon abzubringen. Aber er blieb hart. Der Abreisetag kam immer näher, und wir waren an diesem Tag noch zu einer Schulung in Goslar. Als wir dann nach Hause fuhren, wurde mir immer schlechter.
Ich dachte an diese furchtbare Reise und steigerte mich so rein. Dann waren wir zu Hause. Und ich merkte schon beim Aussteigen, dass mir total schwindelig wurde, so als ob der Boden unter meinen Füßen weggezogen wurde. Ich brach zusammen, noch vor der Haustür. Meine Mutter und Ralf halfen mir wieder auf, und ich legte mich hin. Ich konnte mich nicht beruhigen und zitterte am ganzen Körper. Das bemerkte ich zwar, konnte es aber leider nicht abstellen. Dann kam die Ärztin und Sabrina wollte mir helfen und drückte mich sehr heftig und klammerte sich fest an mich. Die Ärztin musste sie anschreien, dass sie mich wieder losließ. Dann hat sie mir ein starkes Beruhigungsmittel gespritzt. Meine Mutter hat mir später gesagt, dass ich einen schweren Nervenzusammenbruch hatte. Und er ist gefahren, obwohl er wusste, dass es mir nicht gut ging. Das habe ich ihm nie verziehen. Es begannen grausame Tage des Wartens. Eine Woche kann zur Ewigkeit werden. Ich saß da, ganz apathisch, ohne irgendetwas zu checken. Zum Glück kümmerten sich meine Eltern um Sabrina. Ich war dazu nicht in der Lage. Ich fühlte mich, als wenn mein bester Freund gestorben war. Dann kam er zurück, braungebrannt und erzählte freudestrahlend, wer so alles mit welchem Thai-Mädchen geschlafen hatte. Und ausgerechnet er soll der Einzige gewesen sein, der treu war? Ralf hatte eine Schwester und einen Bruder. Beide waren verheiratet. Der Bruder, er hieß Udo, war ein richtiger Frauenschwarm.
Er sah sehr gut aus, und er wusste das sehr genau. Er hatte schwarzes, kurzes Haar, und er ließ keine Gelegenheit aus, mich irgendwie zu berühren, oder er machte ständig zweideutige Angebote, was mir im Beisein der anderen sehr unangenehm war. Ich erzählte Ralf davon und der lachte mich aus. Aber nicht lange, denn als er mehr darauf achtete, merkte er sehr schnell, dass ich recht hatte.
Wir wollten alle zusammen in die Disko, und sie sollten bei uns übernachten. Udo wollte unbedingt mit mir tanzen und ich sagte Nein, um keinen Ärger zu bekommen. Ralf war trotzdem sehr eifersüchtig und beleidigte mich andauernd, deshalb wollte ich gehen. Dieses Mal hatte ich den Wohnungsschlüssel. Er kam sehr wütend hinterher und griff mich sehr grob am Arm. Ich riss mich los und ging weiter. Dann sagte er wutentbrannt: „Du machst mich nicht noch einmal lächerlich!“ Und ich sagte: „Du machst dich selbst lächerlich!“ Das war wohl zu viel. Ich bekam furchtbar eine geschmiert, und er zerrte mich hinter sich her. Die anderen waren ja noch da, und ich weinte die ganze Zeit vor mich hin.
Ralf bekam dann heraus, dass seine Frau schon ewig etwas mit ihrem Chef hatte und dass seine Kinder schon Papa zu ihm sagten. Warum dann das kindische Theater ihrer Eltern? Ralf arbeitete als Versicherungsvertreter bei einer großen Hamburger Versicherungsanstalt, sehr erfolgreich, denn er konnte gut reden und warb die Leute bei anderen Versicherungen ab. Das ging nur so lange gut, bis der Gesetzgeber dies verbot. Da stand er nun. Seinen guten Hausmeister-Job bei einem Kindergarten hatte er viel zu früh gekündigt. Ich konnte es leider nicht verhindern, denn auf mich hörte er ja nicht. Als ich ihn kennenlernte, fuhr er einen Jahreswagen VW Golf. Er sagte immer, dass es eine lahme Kiste sei. Ich fand das Auto gut, und es war ein relativ neues Auto. Deshalb konnte ich ihn überhaupt nicht verstehen, als er eines Tages mit einem Golf GTI ankam. Das Auto war neun Jahre alt, aber Hauptsache viel PS unter der Haube, idiotisch, oder? Es dauerte nicht lange, dann gingen die Türen nicht mehr richtig zu schließen. Er baute einen Unfall, Achsenbruch, und der Rahmen hatte sich verzogen. Er war betrunken gefahren. Was soll man dazu noch sagen? Er verkaufte seinen Schrotthaufen und kaufte sich einen Trabbi, fast neu für 4000,- DM. Dass so viel Dummheit in einem Hirn Platz haben kann, nun ja, das war der Beweis. Ich besorgte ihm einen Job in dem Hotel, in dem ich meine Ausbildung machte. körperlich schwer, aber es sollte ja nicht für immer sein.
Dann kam ein Schreiben von einem Magdeburger Autohaus, wo er einen nagelneuen Mazda 323F bestellt hatte und nun 5000,- DM Entschädigung zahlen sollte, weil er das Auto nicht mehr wollte. Das war für mich der berühmte Tropfen, der das Fass zum Überlaufen brachte. Ich konnte nicht mehr. Wir wollten in die Disko gehen, und ich war schon fertig zurechtgemacht. Da sagte er, dass er keine Lust zum Weggehen hätte. Ich musste raus, und es war mir egal, wenn ich allein ging. Und ich ging allein.
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