Über mich

Kerstin Stieler


Wie alles begann...

Ich habe in der letzten Zeit viel erlebt, was ich nie für möglich gehalten hätte. Ich wusste schon immer, dass hier etwas Wichtiges auf mich wartet und dass ich Menschen helfen werde.

Vor einiger Zeit hatte ich eine Vision, dass ein Auto auf mich zukommt und ich nicht schnell genug reagieren kann, um mich zu retten. Ich hatte richtig Panik. So komisch, wie das klingt - ich bat mein Unterbewusstsein: Bitte, lass es mich rechtzeitig wissen, wenn mir Gefahr droht, damit ich noch reagieren kann!! An Engel glaubte ich zu dieser Zeit noch nicht.

Nur einige Tage danach geschah folgendes. Ich fuhr wie immer mit der Straßenbahn zu Schule. Ich absolvierte eine Umschulung zur Industriekauffrau. Ich stieg aus und wartete an der Kreuzung. Als Grün war ging ich los. Als ich ungefähr die Hälfte der Straße überquert hatte, schrie mich etwas in mir an: "Bleib stehen!!!"

In dem Moment stand ich SOFORT wie angewurzelt und im rechten Augenwinkel sah ich hinter mir ein rasendes Auto, das um mich herum quasi vor mir links abbiegen wollte. Er wäre mir fast über die Schuhe gefahren und kam ins Schleudern. Der hat mich überhaupt nicht registriert, sondern schaute nur nach vorn um noch abzubiegen bevor sein entgegenkommender Verkehr losfährt. Wenn ich nicht stehen geblieben wäre, hätte mich das Auto voll erwischt.

Mittlerweile weiß ich, dass mich mein Schutzengel gerettet hat, denn als ich fragte: "Wer bist du????" Sagte sie: "Ich bin Raffaela." Da die Antwort später kam, als ich fragte, konnte ich zuerst nichts damit anfangen. Ich habe mich gewundert, da ich keine Raffaela kenne.

Einige Tage später fragte ich noch mal: "Wer bist du???" Und wieder bekam ich die Antwort: "Ich bin Raffaela." Aber kurz danach hatte ich die Bilder vom Fastunfall vor Augen.

So nach und nach erfuhr ich, dass ich eine Heilerin bin. Ich beschäftige mich bereits seit einigen Jahren mit Reiki (2. Grad) und war monatelang regelrecht "heilsteinsüchtig". Das ließ dann prompt wieder nach. Anscheinend besitze ich nun alle Steine, die ich brauche.

Eines Tages verabredete ich mich mit meiner besten Freundin Sandra auf einem Friedhof. Ich dachte, dass ich vielleicht ein paar Geister sehe. Ich war eine viertel Stunde zu früh da, also setzte ich mich auf eine Bank nahe des Eingangs. Ich beobachtete die Leute, die vorüber gingen. Da sah ich einen alten Mann, der auf den Ausgang zu ging. Auf einmal wusste ich, dass ich diesem Menschen helfen soll.

Er kam sehr langsam auf meine Bank zu. Als er dort war, stützte er sich an der Bank ab und sagte: "Ich muss mal eine kleine Pause machen." Ich sagte zu ihm: "Sie können sich auch gern zu mir setzen. Haben Sie Ihre Frau besucht?" Das hätte ich vielleicht besser nicht fragen sollen, denn ihm kamen die Tränen und dann setzte er sich zu mir. Er sagte: "Ja, sie ist vor 3 Wochen gestorben." Ich wusste ja nicht, dass es noch so frisch war. Er tat mir furchtbar leid.

Dann erzählte er aus Zeiten nach dem Krieg und über die Krankheit seiner Frau. Der behandelne Arzt sagte zu ihm: "Wissen Sie eigentlich, dass Sie heilende Hände haben?" Ich schmunzelte, dann das kam mir sehr bekannt vor. Dann sagte er sehr eindringlich: "So etwas gibt es wirklich!" Ja wem sagt er das... Ich bin ja auch so ein Mensch. Nach einer viertel Stunde kam dann Sandra und hörte auch mit zu. Erst nach etwa einer Stunde verabschiedeten wir uns von ihm.

Er schien sehr erleichtert und dankbar, dass wir ihm zugehört hatten. Wir schüttelten die Hände und wünschten uns gegenseitig alles Gute. Dann gingen Sandra und ich noch über den Friedhof. Ich bin mir sicher... Gott hat mich geschickt, dem Mann zu helfen.



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